Berichte 2017

Saisonabschluß Spreewaldring 2./3.10.2017

Nach dem Rennen…….
Jetzt ist sie rum, die erste Saison unter Alteisen.Training e.V. 2017. Trotz des suboptimalen Wetters war dieses Jahr eine tolle Saison. Wir hatten viel Spaß, aufregende Rennen und geniale Teilnehmer vor Ort. Einige von Euch waren zum ersten Mal bei uns und haben uns, bei dem was wir hier angeleiert haben, super unterstützt! Das Verhalten auf und neben der Strecke aller Beteiligten war vom ersten bis zum letzten Veranstaltungstag einfach nur Klasse. Das fiel Außenstehenden sofort auf und wir wurden darauf angesprochen.
Trotz erhöhter Feuchtigkeit war auch unser Abschlusstraining am STC, vom 2.-3. Oktober, ein voller Erfolg. In gewohnter Art und Weise wurde mit viel Spaß sowie Unterstützung anderer Teilnehmer und unserem Reifendienst, Jürgen von Road-Race-Service, gutgelaunt an so manchem Motorrad geschraubt und optimiert. Schlechtes Wetter scheint es nur

Thorsten im Regen

für Leute zu geben, die mit sich und ihrem Moped nichts anzufangen wissen. Mann/Frau kann zur Not (viel Regen!) ja auch „Uno“ spielen! Zur Sicherheit bringt der Sportwart (Volker) für‘s nächste Mal seine Motorrad-Quartett-Sammlung mit. Wir haben lange nicht mehr so viel Spaß bei schlechtem Wetter gehabt.
Gefahren wurde aber auch – und das nicht zu knapp! Die letzte Veranstaltung wurde ausgiebig dazu genutzt vorhandenes Material auf seine Tauglichkeit zu überprüfen. Zwei Teilnehmer ließen es sich nicht nehmen, am Dienstag Nachmittag ihre mitgebrachten Regenreifen auf deren Funktion zu überprüfen. Wer glaubt, dass sie dies einsam und alleine taten, der war auf dem Holzweg. Immer mehr Teilnehmer kamen aus der Halle und bestaunten lange was unser Instruktor Bernd und Thorsten vom Team Race Point auf der Strecke bei Regen mit ihren Maschinen veranstalteten. Wir müssen mal nachfragen, wie viel Sätze Regenreifen im Anschluss dieser Vorstellung bei Road-Race-Service bestellt wurden.
Otti von Rennleder.de war auch dabei, stellte ihre Airbagwesten vor (mit Vorführungen) und beriet bei Lederbekleidungsproblemen.
Nur zwei Teilnehmer mussten unbedingt unseren Schnitt in Sachen „Blümchen pflücken mit Handauflegen“ für dieses Jahr auf drei Mal bei 10 Veranstaltungstagen heben.
Von hier aus, gute Besserung und eine schnelle Heilung der blauen Flecken. Lasst mal was von Euch hören!
Was die Technik betrifft, da kann man auf unserer Seite schon Bilanz ziehen. Ein Kreuzgelenk (Guzzi), eine Kupplung (CX 500), ein Motor (XBR 500) und jede Menge Reifen. – Es war geil! –
Das wird bei einigen von euch sicher ähnlich aussehen. Wir freuen uns schon jetzt auf euch am STC, Most und/oder Chambley (mit Langstrecke!) im Jahr 2018…

….ist vor dem Rennen!

Euer Alteisen.Training-Team,
Claudia, Andrea, Karsten und Volker

Chambley 24.-27.7.2017

Chambley 2017 – Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt!

Nun haben wir es schon wieder hinter uns, die erste Veranstaltung in Chambley von Alteisen.Training e.V.! Erst freut man sich monatelang, bis es endlich soweit ist, dann ist es auch schon wieder vorbei.

Das Grinsen in den Gesichtern ließ darauf zurückschließen, dass die Veranstaltung allen Teilnehmern sehr gut gefallen hat. Selbst heftige Regenschauer und mittelmäßige Temperaturen konnten kaum jemandem die Laune verderben.

Wer in den vergangenen Jahren zu dieser Zeit an Veranstaltungen in Chambley teilgenommen hat, kann sich eigentlich nur an brütende Hitze erinnern. Das war diesmal etwas anders. Es soll erfahrene Teilnehmer gegeben haben, die gleich ganz auf lange Hosen im Notfallgepäck verzichtet haben. Bei „fast“ Modellmaßen war aber schnell für Ersatz gesorgt.

Bremsbeläge Built not Bought

Montagnachmittag bremste ein ordentlicher Schauer den allgemeinen Tatendrang doch merklich ein (Was soll‘s, wir haben ja noch viel Fahrzeit!). Die Stimmung war trotzdem klasse. Es blieb endlich Zeit, um mit alten Bekannten ausgiebig zu quatschen und zu schrauben.

Die Pausen wurden ausgiebig dazu genutzt, sich gegenseitig in Sachen Fahrstil und Haltung auf der Maschine zu coachen. Von diesem Angebot machten Rennstreckenneulinge wie schon erfahrene Teilnehmer reichlich Gebrauch. Die gegenseitige Unterstützung führte dazu, dass sich niemand zurückgelassen fühlte und sich als eine „Bremse für Andere“ hielt.

Hang off Trockenübung

Dieser Umgang miteinander war wohl auch mit ein Grund dafür, dass die Sanis außer der Versorgung einiger Insektenstiche, nichts zu tun bekamen. Wie bestellt hatten sie ihre Aufgabe als Dekoration voll und ganz erfüllt.

Montgolfiade

Als eine besonders beeindruckende Form der Dekoration erwies sich die zeitgleich zu unserer Veranstaltung stattfindende Montgolfiade auf dem benachbarten Flugplatz. Ziel der dortigen Aktiven war es, den geltenden Rekord von 450 gleichzeitig startenden Heißluftballonen zu brechen. Das ist ihnen mit 530 Heißluftballonen im Laufe der drei Tage auch gelungen. Drei der teilnehmenden Ballone nutzten morgens unser Strecke für einen

nicht geplanten Zwischenstopp. Die dabei für uns entstandene Verzögerung wurde jedoch von unserem Streckenbetreiber großzügig mit einer 1 stündigen Aufstockung unserer Fahrzeit am Mittwoch vergütet!

Funlauf

Dienstag war der Tag des Funlaufes, auf den sich alle Teilnehmer sehr freuten. Zu unserem Bedauern gingen leider nur zwei Frauen mit an den Start. Das wird sich hoffentlich in Zukunft ändern.

Die Zuschauer bekamen wieder ein ausgesprochen spannendes Rennen zu sehen. Lange Zeit konnte sich Jochen auf unserer Lisa in, wie erwartet engagierter Fahrweise, vom Start weg vorne halten. Die Konkurrenz ließ aber nicht lange auf sich warten. Von Startplatz 15 (!) gestartet, arbeitete sich Michael auf seiner SRX, gefolgt von Horst auf seiner Skorpion, schon nach 3 Runden auf Platz 3 vor. Bis Runde 5 konnte Jochen seinen 1. Platz verteidigen, bis er dann doch von Michael in der letzten Runde kassiert wurde. Ein souveräner und verdienter Sieger. Auch Horst konnte seinen 3. Platz bis ins Ziel gegen die orangene Schrankwand mit der Nr. 68 (Korti!) verteidigen. Leider musste ein klarer Aspirant für das Treppchen in der 5. Runde wegen technischer Probleme aufgeben (Ralf, du solltest mal ein ernstes Wort mit deinem Schrauber wechseln!).

Doch welch ein Wunder. Bei der Siegerehrung schaute man nur in zufriedene Gesichter. Alles Gewinner!

Ich kann den Besuch unserer Bildergalerie nur empfehlen, da gibt es haufenweise Beweise dafür.

Prix de baguette 2017

LeMans-Startübung

Auch unser Prix de baguette ist von den Wetterkapriolen nicht verschont geblieben. Schon im Training und der Startübung für den Lemans-Start drückte das Wetter der Veranstaltung seinen Stempel auf. Da einige Teams nicht mit solchen Wetterbedingungen gerechnet haben ließen sie nicht nur wettertaugliche Kleidung sondern auch die passende Bereifung zuhause. Besonders die slick-bereiften Teams bekamen das zu spüren. Da es im Training immer wieder kleinere Schauer gab, war für sie an ein normales Herantasten an gute Zeiten in der Qualifikation nicht zu denken. Einige Teams verzichteten daher komplett auf den Start.

Schon im Vorfeld wies der Betreiber darauf hin, bei nicht abgetrockneter Strecke (größere Pfützen!), keine Teams mit Slick-Reifen auf die Strecke zu lassen. Nach einem weiteren Schauer zu Beginn des Rennens entschied sich das ORGA-Team das Rennen um eine halbe Stunde zu verkürzen und den Start entsprechend nach hinten zu verlegen.

Nun schlug die Stunde der Kleinen! Während die großen Maschinen mit den Wetterbedingungen zu kämpfen hatten, drehten die kleinen Maschinen immer schnellere Runden. Erst in den letzten 2 Runden schlug der Regen wieder zu, so dass auch sie deutlich Gas herausnahmen.

Einige Regelverstöße führten bei der Auswertung zu kleineren Korrekturen. So manch ein Team musste feststellen, dass das Überholen unter gelber Fahne oder das Überfahren der durchgezogenen Linie an der Boxenausfahrt empfindliche Strafen zur Folge haben. So kam es, dass in der Klasse 4 (bis 100 PS) kein 1. Platz vergeben werden konnte. Die Teams RacePoint und Cool-Racing teilten sich den 2. Platz, gefolgt von Team Rot-Weiß auf Platz 3.

Trauriger Höhepunkt bei der Siegerehrung war, dass bei der Auswertung in der Klasse 1 der Sportwart (Volker) sich einen dicken Schnitzer erlaubt hat. Es wurden beim Team Cerveca-Racing zwar Zeitstrafen berücksichtigt, nicht aber dass sie eine Runde und somit ca. 1,5 Minuten Vorsprung vor dem zweitplatzierten Team Japan-Eintopf hatten. Das Team Wanderdünen folgte auf Platz 3. Dieser Fehler ist leider erst bei der Aufbereitung der Rennergebnisse, 2 Tage später, aufgefallen.

Wir entschuldigen uns auf diesem Wege beim Team Cerveca Racing für die entgangene Ehrung als Sieger des Prix de baguette in der Klasse 1 bis 55 PS.

(Folge: Wir schicken den Sportwart (Volker) nochmal in die Schule!)

Das am stärksten besetzte Feld war die Klasse 5 bis 140 PS. Für sie haben sich 10 Teams gemeldet, von denen, wegen der Wetterbedingungen, aber nur 7 zum Rennen antraten. Erst kurz vor Schluss hatte sich noch das Team Saarland entschieden in der großen Klasse anzutreten und sich den Wetterbedingungen zu stellen. In dieser Klasse gewann das Team Lindenmann mit einer beeindruckenden Rundenbestzeit von 1:58.218 vor dem Team Rot Runner auf Platz 2, gefolgt von dem Team Moto-Crew auf dem 3. Platz.

Auch hier ähnelten sich die Bilder der Siegerehrung mit denen des Fußlaufes. Viele strahlende Gesichter die das Abenteuer Langstrecke vollbracht haben und sich auf ein nächstes Mal freuen.

Und wem die Zeit bis dahin zu lang wird, der kann kann sich die nächsten Wochen und Monate diese tollen Tage in unserer Bildergalerie nochmal in Erinnerung rufen.

Was uns betrifft, vier freuen uns schon jetzt auf euch!

Prix de baguette, Team Pistenraupe

Für´n Butterbrot

Am 27.07.17 starteten Klaus Wördehoff und Manfred Bockloh als Gaststarter beim „Prix de baguette“ im französischen Chambley. Als Helfer fand sich Jonas Ventker, der auf dem Weg nach Dijon war, seine eigenen Rennen zu bestreiten.

Ballons als Rahmenprogramm

In den zwei Trainingstagen wurde neben dem Fahren auch die Kom-munikation im Team, wie Fahrer-wechsel, Boxensignale etc. geübt und natürlich die obligatorische technische Abnahme vorbereitet. Dabei erwies es sich als hilfreich, daß man zur Sicherung der Ölab-lassschraube auch selbige mit Draht versieht und nicht irgendeine. Der Rest des Prozederes verlief unspäktakulär, so daß wir uns wohlgemut ans Rennen begeben konnten. Das Wetter war so turbolent, daß wir erst 0,5 h später starten konnten und nur noch 2:30 h Fahrzeit hatten. Im Regen ging es für Manfred von Platz 10 los, der sich über den 12ten stetig bis auf Rang 4 vorschieben konnte. Als die Strecke trocken war, übernahm Klaus auf Ducati 996 und fuhr prompt die bis dahin schnellste Runde. Auch durch die wiederspenstige Kupplung konnte Ihn nicht aufhalten. Die VTR wurde schnell auf die trockenen Bedingungen umgerüstet um den Rest des Rennens mit zu halten. Hier bewieß Jonas nicht nur sein Schraubertalent, sondern entwickelte auch ein bersonderes Gefühl für das Wetter: „Das bleibt trocken“. Nun, er behielt bis 5 Minuten vor Rennende recht, als es dann doch noch zu regnen begann. Alle Rennteilnehmer, die ja auch auf Slicks unterwegs waren, bewiesen dann so etwas wie „Schwarmintelligenz“: Nach dem einen oder anderen Rutscher riskierte keiner mehr die Zielankunft und so kam sich Manfred schon fast so vor, wie auf der letzten Etappe der Tour de france; im Formation ging es durch die letzten Kurven bis abgewunken wurde und das Team mit Jonas, Klaus und Manfred auf dem 2.ten Klassenplatz und 4.ter der Gesamtwertung durchs Ziel kamen.

Team Pistenraupe

Als Tropähen wurden die Piloten mit, natürlich Baguette, Wurst und Wein bedacht.

Ganz besonders freuen wir uns darüber in Zandvoort noch weiter trainieren zu dürfen um dann am 19. August hoffentlich wieder Punkte beim „classic endurance cup“ zu sammeln

Klaus Wördehoff & Manfred Bockloh

Spreewaldring 17.-20.4.2017

Vom Arzt verschrieben….“

Jetzt ist es auch schon wieder vorbei. Unser erstes Kurventraining unter Alteisen.Training e.V., vom 17.-20.4.2017, lief gerade zu perfekt ab. Selbst die etwas schneidigen Tem­peraturen, aber bei trockener Strecke, konnte bei unseren Teilnehmern die Lust am freudi­gen Angasen nicht verderben.

Detlef hat eine Wärmflasche

Während der Rest der Republik, wegen des kleinen Winter-Intermezzos, die Eiersuche im Schnee durchführen musste, konnten wir unserem gemeinsamen Hobby die Sporen geben.

Das war aber nur möglich, da unsere Helfer auch bei ziemlich schneidigem Wind tapfer auf ihren Positionen ausharrten und so­mit einen geregelten Ablauf überhaupt erst möglich machten. Die „magischen Fähigkeiten“ einer Teil­nehmerin retteten den Einsatz unseres wichtigsten Mitarbeiters, der Kaffee-Maschine! Bei Temperaturen im deutlich einstelligen Bereich gingen Kaffee und Tee weg wie nichts. Der gu­ten Stimmung über alle vier Tage tat das aber keinen Abbruch.

Ganz im Gegenteil! Zu den Höhepunkten gehörten auch die fröhli­chen Schraubereinlagen in einer proppenvollen Halle bei Bier (oder Glühwein) an den Abenden.

Karsten mit Janine

Unser Schrauber-Gott Mücke konnte so manch einem Bike wieder auf die Sprünge helfen und somit ein vorzeitiges Ende des Trainings für einige Teilnehmer verhindern. Hinzu kam, dass wir diesmal mit Kurt einen sehr kompetenten Reifendienst anbieten konnten. Nicht nur bei ihm bestellte Reifen zog er den Teilnehmern gratis auf die Felgen. Auch sein Be­stand an oft Zuhause vergessenen, aber auf der Renne wichtigen Kleinigkeiten, kann sich sehen lassen.

Die ersten Meter auf der Strecke waren für manch Einen die ersten der Saison. Entsprechend umsichtig haben sich die Teilnehmer verhalten. Mit Zunahme der Temperaturen wurde auch immer freudvoller am Gas gedreht.

In diesem Zusammenhang wollen wir uns bei allen Teilnehmern für ihr beson­nenes und faires Verhalten auf und neben der Strecke bedanken und ihnen ein dickes Lob aussprechen. Außer ein paar kleineren Ausrutschern und einer an­geknacksten Hand ist in den 4 Tagen nichts passiert. Super!

Die Highlights waren natürlich die Funläufe. In einer ausgelosten Startaufstellung fanden sich 29 Teilnehmer (Damen- und Herren) zum Wettkampf ein. Darunter waren auch einige „Ersttäter“, welche sich gekonnt gegen alte Hasen zur Wehr setzten.

Besonders beeindruckt hat uns der Mut einer Teilnehmerin. Das zweite Mal auf der Rennstrecke und das erste Mal in einer Rennaufstellung, Respekt!

Die Leistungsbegrenzung im Funcup (max. 55 PS an der Kupp­lung) der teilnehmenden Maschinen führte zu tollen Rennen, in de­nen das Feld lange Zeit dicht zusammenhing.

Ständig bekam der Zuschauer spannen­de Überholmanöver und kleinere Ausflü­ge zu sehen, ohne dass es zu gefährli­chen Situationen kam. -Rennsport mit Freunden!-

Zum Ende beider Läufe setzte sich aber doch die Erfahrung eines alten Hasen gegen den drängelnden Nachwuchs durch. Aber wie lange noch? Auch von den hinteren Rängen wird schon mächtig an der Taktik fürs nächste Mal gefeilt. Mit Abwechslung ist zu rechnen.

Bei der Siegerehrung hatte man den Eindruck, dass alle Teilnehmer sehr viel Spaß an der Sache hatten, Wiederholung nicht ausgeschlossen. Überall strahlende Gesichter und die gute Stimmung fand ihre Fortsetzung. Die spannenden Rennen sorgten bis in den späten Abend für reichlich Gesprächsstoff – und für ein gesundes Abendessen dank der gewon­nenen „Pokale“, den allseits beliebten Spreewaldgürkchen.

Es waren mit euch geniale vier Tage am Spreewaldring und um einen Teilnehmer zu zitie­ren: „….das muss es auf Rezept geben!“ Dem ist nichts hinzuzufügen.

Euer Alteisen.Training e.V. Team